Pflegefinanzierung

Seit dem 1. Januar 2011 ist die neue Pflegefinanzierung in Kraft. Sie regelt die Aufteilung der Pflegekosten und deren Übernahme durch die Krankenversicherung, durch die Versicherten und die Kantone. Für die Akut- und Übergangspflege und für die Langzeitpflege gelten unterschiedliche Finanzierungsregelungen.

Die Evaluation der neuen Pflegefinanzierung ist im Gange. Mit Blick auf die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten vertreten wir in diesem Projekt als Dachverband die Interessen der Spitex-Organisationen. Im März 2015 verlangten wir Verbesserungen in der Pflegefinanzierung. Zahlreiche Verbände - darunter auch Spitex Schweiz - haben anschliessend ihre gemeinsamen Forderungen zur Pflegefinanzierung formuliert.

Die im März 2014 eingereichte parlamentarische Initiative von Christine Egerszegi-Obrist zur "Nachbesserung der Pflegefinanzierung" forderte eine klarere Regelung der Patientenbeteiligung sowie der Restfinanzierung der Pflegekosten bei ausserkantonalen Pflegeheimaufenthalten und ambulanten Spitex-Dienstleistungen. Die eidgenössischen Räte entschieden im September 2017, dass bei ambulanten Pflegeleistungen für die Restfinanzierung die Regelungen des Standortkantons des Leistungserbringers gelten und diese Restfinanzierung durch den Wohnkanton der betroffenen Person zu übernehmen sei. Beim Eintritt in ein Pflegeheim ausserhalb des Wohnkantons wollten die eidgenössischen Räte nicht so weit gehen: Der Wohnsitzkanton übernimmt die Restfinanzierung nach den Regeln des Standortkantons des Leistungserbringers bei einem ausserkantonalen Aufenthalt nur, wenn er der versicherten Person keinen Pflegeheimplatz in geografischer Nähe ihres Wohnorts zur Verfügung stellen kann.